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Das Raspberry Pi SERVERBUCH

Raspberry Pi SERVERBUCH

Alles selbst im Griff – Von Installation bis Tuning

Klein, leise und stromsparend – das sind drei wichtige Merkmale des Raspberry Pi. Damit eignet sich der Minicomputer hervorragend, um in einer Schublade oder gar im Stromkasten zu verschwinden und dort unbemerkt seine Aufgaben zu verrichten, nämlich als Server.

Wie geht Was ?

Eine feste IP für den Raspberry Pi

Die aktuelle Raspbian Jessie bzw. Jessie Lite Version verfügt wie Windows über einen DHCP Client Daemon (DHCPCD), der mit DHCP-Servern von Routern kommunizieren kann. Über die Konfigurationsdatei des DHCP Client Daemons lässt sich die private IP-Adresse des Raspberry Pi einstellen und langfristig festlegen. Im Folgenden geben wir dem Raspberry Pi eine feste IPv4-Adresse mit 32 Bit (nicht zu verwechseln mit einer IPv6-Adresse, die über 128 Bit verfügt).

Bevor Du mit der Einrichtung einer statischen privaten IP-Adresse für den Raspberry Pi beginnst, prüfe zunächst über den folgenden Befehl, ob DHCPCD bereits aktiviert ist:

Sollte der Dienst nicht aktiviert sein, kannst Du dieses wie folgt nachholen:

Nun stelle sicher, dass die Konfiguration der Datei /etc/network/interfaces den Auslieferungsstatus besitzt. Hierfür muss bei den Schnittstellen die Konfiguration „iface“ auf „manual“ stehen. Die Datei sollte so oder so ähnlich aussehen:

Nun musst Du die Konfigurationsdatei des DHCPCDs mit folgendem Befehl bearbeiten:

Nun erfolgt die Konfiguration der festen IP-Adresse. Wenn Dein Raspberry Pi via Ethernet/Netzwerkkabel mit dem Internet verbunden ist, bearbeite den Eintrag mit „interface eth0“; sollte dies über WLAN geschehen, nutze hingegen den Befehl „interface wlan0“.

Für die Zuweisung einer IP-Adresse an den Raspberry Pi verwende den Eintrag „static ip_address=“, gefolgt von der gewünschten IPv4-Adresse und dem Zusatz „/24“ (eine Abkürzung der Subnetzmaske 255.255.255.0). Wenn Du Deinen Raspberry Pi beispielsweise mit der IPv4-Adresse 192.168.115.41 verknüpfen möchtest, muss das Kommando „static ip_address=192.168.115.41/24“ lauten. Dabei ist selbstverständlich zu beachten, dass die verwendete Adresse noch nicht anderweitig genutzt wird. Genauso wenig darf sie sich im Adresspool eines DHCP-Servers befinden.

Anschließend musst Du noch die Adresse Deines Gateways und Domain-Name-Servers festlegen (für gewöhnlich ist beides der Router). An die Gateway-Adresse wendet sich der Raspberry Pi, wenn eine IP-Adresse, an die er etwas senden will, außerhalb der Subnetzmaske liegt (im Beispiel also außerhalb des Bereichs 192.168.115.xxx). Im nachstehenden Beispiel wird für Gateway und DNS-Server exemplarisch die IPv4-Adresse 192.168.115.1 verwendet.

Um einem WLAN-Adapter eine feste IP zuzuweisen muss die Konfiguration wie folgt aussehen. Im Beispiel verwende ich die IP 192.168.115.42 für das Interface wlan0:

Die komplette Konfiguration mit festen IPs für Netzwerkkarte und WLAN-Adapter könnte dann so aussehen:

Nach einem Neustart des Pi kannst Du mit einem Ping überprüfen, ob der Raspberry Pi mit seiner neuen IP-Adresse im Netzwerk erreichbar ist:

Ob die Verknüpfung der IP-Adresse erfolgreich war, siehst Du daran, dass Du den Pi unter der neu vergebenen IP-Adresse mit einem Ping erreichen kannst.

Das Raspberry Pi SERVERBUCH

 Das Raspberry Pi

SERVERBUCH

Alles selbst im Griff – Von Installation bis Tuning.

Neuauflage des „Klassikers“ von 2014. Von Hannah Bernauer und Christian Immler.

Klein, leise und stromsparend – das sind drei wichtige Merkmale des Raspberry Pi. Damit eignet sich der Minicomputer hervorragend, um in einer Schublade oder gar im Stromkasten zu verschwinden und dort unbemerkt seine Aufgaben zu verrichten, nämlich als Server.

Die Serverwelt ist Dir zu kompliziert? Mit Hannah und Christian wird alles einfach und macht auch noch Spaß! Mit 50 Euro bekommst Du alles für den eigenen Raspberry-Pi-Server: Platine, Netzteil, SD-Karte und Netzwerkkabel oder WLAN-Stick. Nur wo ist die frustfreie Anleitung, die man auch ohne Informatikstudium versteht? Ein Webserver mag noch einfach sein, aber wie ist es mit DLNA, um Filme auf dem Bildschirm zu sehen?

Jeder der 25 Server wird von Hannah Schritt für Schritt und mit vielen Bildern erklärt. Egal, ob Du einen Raspberry Pi A, B, B+, 2, 3 oder gar das Compute Modul besitzen, mit den Anleitungen kommst Du zum lauffähigen Server. Mit Hannah schaffst Du übrigens auch die Königsdisziplin: den Server für die Hausautomation. Schritt für Schritt komst Du  zum eigenen FHEM-Server. Und wenn Dir ein einzelner Server nicht ausreicht, versuch es mit arkOS, das speziell für Server entwickelte Betriebssystem für den Raspberry Pi.

Folgende Server werden behandelt:

  • SFTP-Server
  • X-Server
  • VNC-Server
  • Samba-Server
  • Webserver
  • Fotoserver
  • Wiki-Server
  • Cloud-Server
  • Mail-Server
  • Print-Server
  • WebDAV-Server
  • Webcam-Server
  • Download-Server
  • Minecraft-Spieleserver
  • FreeCiv-Spieleserver
  • DLNA-Server
  • Spielestreaming-Server
  • Chat-Server
  • CalDav-/CardDav-Server
  • WLAN-Zugangspunkt
  • Firewall
  • Backup-Server
  • FHEM-Server
  • Synergy-Server
  • arkOS

hier kannst Du das Buch bestellen.

Meine Meinung:

Obwohl einige Konfigurationsbeispiele auf Grund von Updates nicht wie in der Anleitng funktionieren, ist das Buch trotzdem lesenswert. Die Anleitungen sind wirklich einfach. Die Zeitangaben, wie lange man benötigt um das Projekt durchzuziehen, stimmen recht gut. Viele Linux-Vorkenntnisse werden nicht benötigt. Wenn man sich an die Anleitungen hält, führt es (fast) immer zum Erfolg. Mit diesen Grundinformationen kann man dann durch eigenes experimentieren die Beispiele weiter ausbauen und verfeinern. Das Buch macht Spaß.

Die Qual der Wahl. Welche SD-Karte ist die Richtige.

Die Raspberry Pi 2 und 3 nutzen als Speichermedium microSD-karten. Eigentlich kann man jede Karte verwenden und es keine speziellen Anforderungen an die Karten. Einige Dinge sollte man a trotzallem beachten:

  1. Wähle eine Karte mit mindestens 4 GByte, besser 8GByte Speicher. Je nach Version des Raspberry werden bis zu 64 GByte Karten unterstützt. Wenn Du Noobs mit mehreren Betriessystemen nutzen willst, darf es ruhig ein Wenig mehr Speicher sein.
  2. Die Geschwindigkeit wird bei SD-Karten in Klassen definiert. Je höher die Klasse, desto höher ist auch die Schreib / Lesegeschwindigkeit der Karte. Du solltest immer SD-Karten der Klasse 10 verwenden.
    Preislich ist da heute kaum ein Unterschied.  Die Karten haben den Vorteil, dass der SoC und die Fast-Ethernetkarte dann die limitierenden Elemente des Raspberry Pi sind.
  3. Sollte wiedererwartend mal ein SD-Karten Typ nicht funktionieren, probiere einen anderen Hersteller.

 

 

Wie ermittle ich die IP-Adresse des Pi

Wenn man unter Windows seine IP-Adresse abfragen will, öffnet man den Command-Prompt und gibt den Befehl ipconfig ein. Nicht viel anders, ist es unter Rasbian.

Man öffnet das LXTerminal und gibt de Befehl ifconfig ein, und schon erhält man die gewünschte Information.

ETH0 verweist auf die erste Netzwerkkarte. Hinter dem Eintrag inet Adresse steht die gesuchte IP-Adresse (hier 192.168.115.136).

 

Musik ist „Volumio“

Es gibt eine Reihe Webradio-Apps für den Raspberry Pi. Nachdem ich mich eine Zeit lang mit Kodi & Co beschäftigt habe, habe ich mich jetzt für das Projekt Volumio entschieden.

Das Volumio-Projekt findest Du unter https://volumio.org. Die Installation ist recht einfach gehalten. Image herunterladen, auf Speicherkarte kopieren, in den Pi einstecken, Lautsprecher anschließen und Pi starten. Fertig ist das Webradio.

Bedienen kann man Volumio über ein Webinterface, dass man vom PC über http://volumio.local aus dem Heimnetz aufrufen kann.

Soll es das gewesen sein ? NEIN !

Vor ein paar Wochen habe ich für 45€ bei Amazon ein 7″ Touch-Display für meinen PI geschossen. Der Zusammenbau, die Installation und die ersten Tests des Displays verliefen einfach und ganz positiv.

Jetzt möchte ich Volumio mit dem Touch-Display nutzen. Ein entsprechendes Plugin ist für Volumio vorhanden.

Step 1: Ich lade mir also die aktuelle Version von Volumio auf eine leere SD-Karte mit 16GB Speicher.

Step 2: Zur Integration des Display muß die config.txt auf der SD-Karte angepasst werden. Dieses geht am einfachsten mit Notepad++.

So sollte der Inhalt der config.txt im Original aussehen.

Erweitere die Datei, so dass sie wie folgt aussieht.

Je nach Auflösung muß die Zeile hdmi_cvt angepasst werden. Hier ist momentan eine Auflösung von 1024 x 600 Bildpunkte eingestellt. Bei einem kleineren Display mit 640 x 480 Bildpunkte lautet der Eintrag:

Die Datei auf der SD-Karte speichern und ab in den Pi damit.

Step 3: Den Pi booten.

Der erste Bootvorgang dauert etwas länger, da die SD-Karte noch umformatiert werden muss und diverse Treiber installiert bzw. konfiguriert werden. Hierfür habe ich den Pi über Netzwerkkabel mit dem Router verbunden. Auch eine Maus und eine Tastatur sind angeschlossen. Sicher ist sicher.

Wärend des Bootvorganges sollte, wie auf einem Monitor, eine Anzeige erfolgen. Wenn dem nicht so ist, bitte Step 2 noch einmal überprüfen und/oder ggf. die Anleitung zum Display noch einmal lesen und die config.txt anpassen!

Step 4: Die ersten Anmeldungen.

Um die Volumio-App in Betrieb zu nehmen, melden wir uns mit einem Browser unter http://volumio.local auf dem Volumio-Pi (VoPi) an und aktuallisieren sicherheitshalber noch einmal die installierte Version der Volumio-App. (s.Volumio-Anleitung).

Volumio Update einspielen.

Nach Einspielen des Updates muss der VoPi neu gestartet werden!

Nach dem Neustart melden wir uns das erste Mal auch auf der Konsole an.

Volumio Komsole

Benutzer: volumio
Passwort: volumio

Jetzt sollte alles bereit sein das Touch-Display-Plugin zu installieren.

Step 5: Installation des Touch-Display-Plugin

Jetzt wechseln wir wieder in den Browser zurück und installieren das Plugin. In der Volumio-GUI klicken wir:

  1. auf das Zahnrad
  2. auf PLUGINS
  3. auf Search Plugins
  4. auf Miscelleanea
  5. auf Touch Display Plugin
  6. und abschließend auf Install

Touch Display Plugin Install

Bei 70% der Installation ist dann bei mir schluss ! Ein Fehler ist bei der Installation aufgetreten!

Fehler bei der Installation bei 70%

Sollte bei dir kein Fehler aufgetreten sein, gehe bitte zu Step 6.

Step 5.1: Ein Fehler ist aufgetreten

Grrrrrr, wat nu !

Es gibt Abhilfe. Drücke bitte die ESC-Taste um die Installation abzubrechen. Starte den VoPi über die Volumio GUI neu.

Wechsel nach dem Neustart auf die Konsole und gib folgenden Befehl ein:

Gib jetzt das Passwort volumio ein. Jetzt erhälst du ein Auswahldisplay um einen Tastatur-Treiber zu installieren.

Installation der Bildschirm-Tastatur

Wähle eine Tastatur-Konfiguration aus. Die deutsche Tastatur findest du unter Other und German. Wenn Du eine Konfiguration gewählt und bestätigt hast, läuft ein Skript ab. Achte darauf, dass die Installation ordentlich abgeschlossen wird!

Wechsel zurück in den Browser und in die Plugin-Verwaltung. Sollte hier trotz der fehlerhaften Installation ein Touch-Display-Plugin als installiert angezeigt werden, musst dieses jetzt deinstallieren. Klicke dazu auf Unistall. Starte anschließend zur Sicherheit den VoPi neu!

Installiere jetzt das Plugin neu (gehe zurück zu Step 5).

Step 6: Die Installation war erfolgreich.

Die Installation war erfolgreich.

Klicke auf Close. Anschließend wird das Plugin in der Liste der Installed Plugins angezeigt.

Jetzt das Plugin aktivieren

Durch Klicken auf das graue Feld neben Off wird das Plugin gestartet. Sofort wird eine weitere Volumio-Instanz auf dem Touch-Display angezeigt.

So, jetzt kann ich den VoPi direkt über das Display steuern. Ich schließe jetzt meinen Verstärker an und höre jetzt Musik und wünsche euch viel Spaß.

Tag 0 – Ein Raspberry Pi muß her

Als Mitarbeiter eines mittelständischen Luftfahrtunternehmens verfügt mein Arbeitgeber über eine kleine schlagkräftige IT-Abteilung. In dieser Abteilung verbringe ich einen Großteil meiner Zeit. Darüber hinaus gibt es in der Firma auch noch eine Entwicklungsabteilung für alle möglichen Neuentwicklungen in der Luftfahrt. Hier arbeitet mein Kollege Gerrit.

Gerrit und mich verbinden die Liebe zu unserem Job,  die kleinen technischen Dinge im Leben, die einfach mal ausprobiert werden müssen, und die Gewissheit, dass es zu jedem technischen Problem auch eine Lösung  gibt.

GEHT NICHT, GIBT’S NICHT

Im letzten halben Jahr haben Gerrit und ich des öfteren über den Raspberry Pi gesprochen, damit kannst Du dies und das machen, der Pi kann hier und da, der Pi hat und macht, … aber außer sabbeln – nix passiert.

Dieses sollte sich vor zwei  Wochen ändern. Unabhängig von einander beschlossen wir, jetzt Taten folgen zulassen.

EIN RASPBERRY PI MUSS HER !

Woher … Conrad … Amazon … ebay, egal hauptsache der Kleine ist morgen früh da. So die erste Überlegung. Aber welchen Pi soll ich kaufen? Alles in Einzelteilen oder besser alles in einem Kit kaufen?

Die Leserei und Sucherei nach dem optimalen Pi ging los. Und zum guten Schluß habe ich mich dann doch für ein knapp 100 Euro teures Kit bei Amazon entschieden. Raspberry Pi, Netzteil, Speicherkarte, ein Haufen Kabel, ein Gehäuse und eine Funktastatur. Alles schön in einer blauen Kiste verpackt. Natürlich, es gibt günstigere Kits,  aber es ist doch mein erster Pi.

Klick, klick, klick und die Bestellung ist fertig und der Pi ist unterwegs. So die stille Hoffnung.

An dieser Stelle ein kleiner Hinweis: Achtet auf das Herkunftsland des Händler – Mein Paket kam dann aus England. Also, der Pi war dann nicht am nächsten Tag in der Post, sondern erst am dritten Tag. Dumm gelaufen …

Tag 1 – Der „Kleine“ ist da!

Eigentlich ist jetzt schon Tag N° 4. Aber um selbst nicht durcheinander zu kommen, definiere ich diesen Tag als Tag N° 1.

Er ist da, der kleine Pi. In einer großen blauen Kiste – es ist ein Junge, es muß ein Junge sein. Mit Netzteil, einer SD-Card, einem Gehäuse, einer Funktastatur (engl.), einem WLAN USB-Stecker und ein Haufen Kabel (HDMI, USB-Adapter, etc).

Als erfahrener PC-Bastler mit fast 50 Jahren Legobau-Erfahrung ist der kleine Pi im Nu zusammengebaut.

Power on und …

… kein Licht, kein Bild , kein Ton !?! …

… Stinken tut der kleine (noch) nicht …

… hey du kleine Ratte, was ist los?

Schreck in der Abendstunde. Es ist Montag Abend 20:00 Uhr. Die Geschäfte in der Gegend haben schon geschlossen. Ist doch alles richtig zusammen gebaut – oder? Was habe ich falsch gemacht ? Der muss doch hier eine Meldung bringen : „Bitte legen Sie die SD-Card zum Booten ein und drücken Sie Enter ….“ , oder sowas in der Richtung.

DAS HIER IST KEIN PC – DAS IST EINE HIMBEERE !

Ok. SD-Card in den Onboard-Cardreader und siehe da, ein paar LED’s gehen an und der Monitor zeigt auch ein Bild.

HEUREKA, ES FUNST

NOOBSAuf dem Bildschirm kann man was sehen …

Wie es sich für einen Windows-User gehört, klicke ich schnell auf „Raspbian – Boot to Desktop“ und die Installation von Raspian kann losgehen …

 

Nach ca. 20 Minuten ist es soweit. Die Himbeere bootet zum ersten Mal hoch. Und siehe da – ein Linux Desktop mit einer großen Himbeere ist zu sehen.

20160328_221913_Raspberry 201

Ok – bis jetzt hat alles (wie bei Windows) funktioniert. M.U.P. (Methode des Unbekümmerten Probierens). Ohne Anleitungen zu lesen, ohne Stunden lang im Internet zu serven oder Kumpels zu löchern habe ich es geschafft. Der kleine Pi rennt – und wie.

Den Rest des Abends verbringe ich mit „wildem Rumklicken“ auf dem Desktop. Mal schauen was der kleine Pi so alles kann.

Tag 2 – Update, wie bei Windows

Gestern ist mir aufgefallen, dass die mitgelieferte Raspbian Version doch schon in die Tage gekommen ist. Bei Microsoft Windows hieße das jetzt Updates herunter laden.

Auf dem „Kleinen“ heißt es ebenfalls Updates herunterladen. Wie geht das?

Man kann es „hardcoremäßig“ oder auch „Windows like“ durchführen. Ich werde es natürlich „Windows like“ durchführen. Dafür müssen erst ein paar Programme von Hand installiert werden.

Don’t panik !

Das LXTerminal. Die "DOS-Box" unter Raspian.

Das LXTerminal. Die „DOS-Box“ unter Raspian.

Das ist ganz einfach. Auf dem LXDesktop gibt es ein „Bildschirm-Icon“. Draufklicken und ein Terminalfenster öffnet sich.

Ich installiere nun 3 Programmpakete.

  1. Synaptic – der „Update-Manager“
  2. MC – der „Midnight-Commander“, ein Norten-Commander Clone den es schon immer gab.
  3. XRDP – ein RDP-Server für Linux. Er ermöglicht den Zugriff auf den Raspberry via MSTSC und anderen RDP-Clienten.

Im Terminalfenster gebe ich jetzt folgende Befehle ein. Nach Eingabe eines Befehls werden die jeweiligen Programmpakete heruntergeladen und installiert.

und gleich für morgen:

 

Information

Update zur Installantion xrdp – 14.05.2017

Nichts ist so sicher wie die Änderung. Leider funktioniert XRDP mit dem neuen Raspbian Image nicht mehr auf Anhieb. Der integrierte RealVNC Server und XRDP stehen in Konflikt zueinander und können nicht gemeinsam verwendet werden. Um dieses Problem zu beheben, muss RealVNC vor der Installation von XRDP zuerst deinstalliert werden:

Nach ca. 2 Minuten ist alles geschafft. Mit

wird der Raspberry neugestartet. Sicher ist sicher!

Noch einmal 5 Minuten und der „Kleine“ ist neu gestartet.

Nun können wir mit dem Updaten beginnen. Ich starte nun das Programm Synaptic-Paketverwaltung.

Synaptc-Paketverwaltung

Synaptic-Paketverwaltung

Direkt nach dem Programmstart muss ich mich mit dem Standarduser pi und dem Standartpasswort raspberry am Programm anmelden.

Um jetzt fehlende Updates zu suchen, klicke ich auf den „Neu laden„-Knopf. Und schon wird nach fehlenden Paketen gesucht.

Synaptic

Die fehlenden Pakete sind schnell gefunden. Jetzt den „Alle Aktualisierungen vormerken“ Knopf drücken. Das geht fast genau so schnell. Und abschließend auf den Knopf „Anwenden“ klicken. Und schon wird der Kleine auf den aktuellen Stand gebracht. Das kann aber ein wenig dauern.

Ist doch ganz easy, oder …. ?

Es geht aber auch anders: Hier die Hardcore-Variante …

Mit apt-get update wird die Paketliste auf den aktuellen Stand gebracht. Alle schon installierten Pakete werden zum download markiert. Mit apt-get upgrade wird das Update / Upgrade durchgeführt.

Nach beiden Varianten sollte auf jedenfall ein Neustart erfolgen, sicher ist sicher.

Jetzt ist der Kleine auf aktuellem Stand.

Tag 3 – Der kleine Pi, mal fremdbestimmt.

Heute ist das Thema Fernsteuerung und Fernwartung dran. Das permanente hin- und hergestöpsel am Monitor geht mir auf den Zeiger und dem kleinen Pi auf die Kontakte.

Da der kleine Pi direkt mit meinem Rooter verbunden ist, macht die Fernsteuerung über mein Heimnetz Sinn. Ich spare mir einen Monitor. Auf Tastatur und Maus kann der kleine Pi auch verzichten.

Standard gemäß läßt sich der Raspberry Pi über SSH und einem Terminalprogramm, wie PuTTY, fernsteuern. PuTTY und eine Anleitung erhaltet ihr auf dieser Seite: http://www.chiark.greenend.org.uk/~sgtatham/putty/download.html.

Es gibt eine Reihe Alternativen. Da wir den kleinen Pi auch über das RDP-Programm versteuern wollen, emfehle ich das Programm RoyalTS. Neben einer Terminalemulation bietet RoyalTS auch andere Möglichkeiten einen Raspberry Pi oder auch einen PC oder Mac fernzusteuern. Eine kostenfreie Version und eine Anleitung könnt Ihr hier herunterladen: https://www.royalapplications.com. Diese Version ist zwar in ihrem Funktionsumfang etwas beschnitten, aber für unsere Zwecke voll ausreichend.

Pi, wo bist ?

Um von meinem PC auf den kleinen Pi zuzugreifen, benötige ich seine IP-Adresse. Hierzu öffne ich das LXTerminal auf dem Pi-Desktop und gebe den Befehl ifconfig ein.

In der 4. Zeile, hinter inet Adresse steht die IP-Adresse des kleinen Pi, hier 192.168.115.136. In Zeile 6. inter inet6-Adresse steht die IP6 Adresse, hier fe80::82db:8d7f:bc1c:e725.

Hallo Pi, bist Du da ?

Für die erste Kontaktaufnahme verwende ich PuTTY.

  1. PuTTY starten,
  2. IP-Adresse (hier 192.168.115.136) eingeben und verbinden,
  3. und anmelden.

Fertig!

Jetzt können wir auch über das RDP-Protokoll mit dem Remote-Desktop Programm von Windows (mstsc.exe) auf den kleinen Pi zugreifen.

  1. mstsc.exe starten.
  2. IP-Adresse eingeben (hier 192.168.115.136) und verbinden.
  3. Anmelden ….
  4. … und fertig

Jetzt kann es natürlich passieren, dass der kleine Pi morgen eine neue IP Adresse vom DHCP zugewiesen bekommt. Es macht also Sinn dem Kleinen eine feste IP zuzuweisen. Wie das geht habe ich in einer kleinen Anleitung beschrieben. Klick hier >>.